über Alberto Manguel

zu Gast am 17. September (Link)

Alberto Manguel wurde 1948 in Buenos Aires geboren und wuchs in Tel Aviv auf. Als Schüler verpflichtete ihn der erblindete Schriftsteller Jorge Luis Borges für die Jahre von 1964 bis 1968 als Vorleser. In mehreren Sprachen zuhause, wirkte Alberto Manguel u.a. in Buenos Aires, Paris, Mailand, Tahiti und London als Verlagslektor, Literaturdozent und Übersetzer. 1980 veröffentlichte er gemeinsam mit Gianni Guadalupi ‹Von Atlantis bis Utopia: ein Führer zu den imaginären Schauplätzen der Weltliteratur›. 1983 zog Manguel nach Toronto und nahm die kanadische Staatsbürgerschaft an. In den letzten Jahren veröffentlichte der vielbeschäftigte und vielgereiste Schriftsteller u.a. ‹Im siebten Kreis›, ‹Homer, Ilias und Odyssee. Bücher, die die Welt veränderten›, ‹Bilder lesen: Eine Geschichte der Liebe und des Hasses›, ‹Stevenson unter Palmen. Eine metaphysische Kriminalgeschichte›, ‹Tagebuch eines Lesers› und ‹Die Bibliothek bei Nacht›. ‹Eine Geschichte des Lesens› wurde in 36 Sprachen übersetzt und erhielt 1998 den Prix Medicis. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Preise, u.a. die Ehrendoktorwürde der Université de Liège und den Deutschen Kritikerpreis. 2004 wurde er als Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres ausgezeichnet. In seinem französischen Landhaus besitzt Alberto Manguel eine Bibliothek, die über 30.000 Bände umfasst.

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